Mineralogie

Mineralogische bzw. petrographische Verfahren ermöglichen eine umfassende Analyse des Mineralbestands, sowie eine Beschreibung des Gefüges oder einzelner Mineralkörner.

Wir bieten röntgenographische Analysen (XRD) an Pulverproben zur Untersuchung der mineralogischen Zusammensetzung. Sie haben die Auswahl zwischen einer qualitativen Auswertung oder einer semi-quantitativen Mineralanalyse mittels Rietveld-Modellierung. Für die Bestimmung des Anteils quellfähiger Tonminerale, erstellen wir spezielle Texturpräparate (gequollen, gebrannt).

Anhand polarisationsmikroskopischer Untersuchungen an Dünnschliffen können wir Nebenbestanteile ihrer Probe bestimmen, die nicht mittels XRD detektierbar sind. Sehr kleine Bestandteile können über das Rasterelektronenmikroskop (REM) erkannt und über eine gekoppelte geochemische Analyse eindeutig identifiziert werden. Die Mineralgehalte schätzen wir über eine graphische Auswertung aus den mikroskopischen Aufnahmen ab. Eine petrographische Beschreibung liefert zusätzlich Informationen hinsichtlich Korngröße und -form, Porosität, Mineralvergesellschaftung, Alteration etc.

Mithilfe quantitativer Punktanalysen und Elementverteilungsanalysen mittels einer Elektronenstrahlmikrosonde (EMPA) bestimmen wir die genaue chemische Zusammensetzung einzelner Mineralphasen im Mikrometermaßstab. Haupt- und Spurenelemente werden mit hoher Genauigkeit gemessen, was die Berechnung von Strukturformeln sowie die Erkennung chemischer Zonierungen oder Substitutionsmuster ermöglicht.

Ergänzend erlaubt die Raman-Spektroskopie eine zerstörungsfreie Identifikation von Mineralphasen anhand ihrer charakteristischen Schwingungsspektren. Sie ist besonders geeignet zur Unterscheidung von Polymorphen sowie von feinkörnigen oder eingeschlossenen Phasen, die optisch schwer aufzulösen sind. Darüber hinaus kann sie für die Graphit-Thermometrie und die Quarz-in-Granat-(QuiG)-Barometrie eingesetzt werden.

Über thermische Analysen können wir auch spezifischen Gewichtsverlust sowie charakteristische Umwandlungs- bzw. Schmelztemperaturen von Mineralen und Mineralgemischen mittels Thermogravimetrie gekoppelt mit Differenzkalorimetrie (TG/DSC) im Temperaturbereich von 20-1400 °C bestimmen.

Gerne beraten wir Sie, um die passenden Analysen für Ihre Fragestellung zu ermitteln.


Röntgenographische Analyse

D8 Discover, Bruker

Verfahren

Probenmaterial

Aussage

Pulverdiffraktometrie (XRD)

Pulverisierte Erze, Böden und Gesteine; Menge > 10 mg – 2 g

Qualitativer, semi-quantitativer Mineralbestand

Texturpräparate (unkonditioniert, glykolisiert, gebrannt)

Gravimetrisch abgetrennte Tonbestandteile

Spezifische Charakterisierung von Tonmineralen, Identifikation quellfähiger Tonminerale

 

Mikroskopie an Dünnschliffen

Tesca Vega; Auflösung

Verfahren

Probenmaterial

Aussage

Polarisationsmikroskopie

Dünnschliff

Mineralbestand, Korngröße, Kornform, Porosität, Alteration, Vergesellschaftung

Rasterelektronenmikroskop (REM) gekoppelt mit Röntgenfluoreszenz

Dünnschliff

Hochaufgelöste Informationen
(nm bis µm) zu Mineralbestand,
Kornform,
Oberflächenbeschaftenheiten etc.

 

Thermische Analyse

STA 409 PC, Netzsch

Tiegel

Atmosphäre

Heizrate

Probenmenge

Platin/Korund

Luft, N2

< 50K / min

≤20-30 mg

Bestimmung von Gewichtsänderungen (>0,1%), Identifizierung von exo- und endothermen Reaktionen, Bestimmung von Reaktionstemperaturen (Ausgasung, Mineralumwandlung, Schmelztemperatur)

Elektronenstrahlmikrosondenanalyse

JEOL JXA8200

Verfahren

Probenmaterial

Aussage

Elektronenstrahlmikrosondenanalyse

polierter Dünnschliff

Quantitative Bestimmung der Mineralzusammensetzung, Elementverteilungsanalysen

Ansprechperson: Apl. Prof Dr. Kirsten Drüppel
PDF für Basics and sample preparation und Terms of Use.

Raman-Spektroskopie

Bruker Senterra

Verfahren

Probenmaterial

Aussage

Raman-Spektroskopie

Alle Probentypen

Qualitative Mineralidentifikation, Phasencharakterisierung (sowohl feste als auch fluide Phasen), P-T-Abschätzung (Graphit, QuiG)

Ansprechperson: Apl. Prof Dr. Kirsten Drüppel